Gemeinsam Jesus nachfolgen
Wir glauben: Die Ortsgemeinde ist Gottes Hauptwerkzeug in dieser Zeit.
Darum ist Gemeinde für uns mehr als ein Gottesdienst, ein Programm oder eine Organisation. Jesus ruft uns nicht nur in eine persönliche Nachfolge, sondern in ein gemeinsames Leben mit ihm und miteinander.
Wir wollen miteinander zu Jesus hin wachsen, einander tragen und unsere Gaben zum Wohl anderer einsetzen. Gleichzeitig möchten wir als Gemeinde nie nur um uns selbst kreisen: Wir wollen dienen, Verantwortung übernehmen und Menschen in die Nachfolge Jesu einladen.
Wir werden aufgebaut, um selbst zum Segen zu werden.
Wie wir uns treffen
Unsere öffentlichen Sonntagsgottesdienste finden alle zwei Wochen statt.
In der Woche dazwischen feiern wir als Gemeindefamilie einen Gottesdienst, den wir Gemeinschaftstreffen nennen. Dort feiern wir gemeinsam das Abendmahl, haben mehr Zeit für Austausch, beten füreinander und arbeiten miteinander an geistlichen Themen.
Auch unter der Woche teilen wir Gemeindeleben – zum Beispiel in Hausgruppen, bei Gebetstreffen und gemeinsamen Einsätzen.
Wenn du wissen möchtest, wie das bei uns aussieht oder wie du Anschluss finden kannst, sprich uns einfach an.
Zu den nächsten Gottesdiensten & Terminen →Merkmale einer Gemeinde
Wir erleben im Neuen Testament viel Freiheit darin, wie Gemeinde konkret aussehen kann. Gleichzeitig gibt es für uns Grundlagen, die nicht beliebig sind.
Zusammenkommen
Wir wollen uns regelmäßig als Gemeinde versammeln, gemeinsam auf Gottes Wort hören, beten und Gott anbeten. Dazu gehört für uns auch, uns immer wieder neu vom Heiligen Geist erfüllen zu lassen und einander mit Psalmen, Lobpreis und geistlichen Liedern zu dienen.
In der Lehre der Apostel bleiben
Die apostolische Lehre ist für uns Grundlage und Maßstab. Darum wollen wir unser Denken, unsere Lehre, unsere Erfahrungen und auch unsere Traditionen immer wieder an der Bibel prüfen.
Gemeinsam beten
Wir wollen Gott gemeinsam suchen und aus der Abhängigkeit von ihm leben.
Das Abendmahl feiern
Im Abendmahl erinnern wir uns gemeinsam an Jesus, an das, was er für uns getan hat, und daran, dass wir durch ihn miteinander verbunden sind.
Menschen zu Jüngern machen und taufen
Jesus sendet uns zu Menschen. Wir möchten von ihm erzählen, Menschen in seine Nachfolge einladen und sie auf diesem Weg begleiten.
Gesandt sein
Wir lassen uns senden, um Hoffnung und Liebe zu den Menschen zu bringen – zu Kranken, Waisen, Witwen, Ausgestoßenen und allen, die offen sind für Jesus. Dazu gehört, unsere Häuser zu öffnen und seine Liebe sichtbar und erfahrbar werden zu lassen.
Verbindlich füreinander Verantwortung tragen
Wir möchten einander tragen, ermutigen und dienen – und dürfen einander auch korrigieren.
Plural geleitet werden
Wir wollen geistliche Verantwortung bewusst auf mehrere Schultern verteilen. Deshalb ist plurale Leitung für uns ein wichtiges Merkmal gesunder Gemeinde.
Vieles darf unterschiedlich aussehen. Diese Grundlagen möchten wir gemeinsam bewahren.
Gemeinde ist Familie. Und Familie ist verbindlich.
Geistliche Familie braucht nicht zwingend räumliche Nähe. Aber Nähe hilft, einander in unserem schnellen Alltag wahrzunehmen, füreinander da zu sein und sich ganz praktisch zu unterstützen. Deshalb leben viele von uns bewusst nah beieinander.
Gemeinde beginnt für uns nicht mit dem ersten Lied im Sonntagsgottesdienst und endet nicht mit dem letzten. Unser gemeinsames Leben mit Jesus – und damit auch unser Gottesdienst – geht durch die ganze Woche.
Wir erleben dabei, was es heißt, sich aufeinander verlassen zu können. Das bedeutet nicht, dass immer alles leicht ist. Unterschiede, Spannungen und auch Verletzungen gehören zu echten Beziehungen. Umso schöner ist es, Vergebung zu erleben, immer wieder neu aufeinander zuzugehen und zu sehen, wie gerade darin unser Charakter wächst.
Gemeinschaft heißt für uns: einander nahe sein, einander tragen und gemeinsam reifer werden.
Alle tragen Verantwortung
Gemeinde wird von allen ihren Gliedern getragen – nicht nur in Aufgaben, sondern auch darin, sie gemeinsam weiterzuentwickeln und mitzutragen.
Das gilt genauso für unsere Gottesdienste. Die Last von Gemeinde und Gottesdienst soll nicht auf wenigen Schultern liegen, denn jeder hat etwas beizutragen. Jeder soll erkennen, warum er Teil der Gemeinde ist, und dafür Verantwortung übernehmen.
Das Neue Testament beschreibt Gemeinde als einen Leib: Jeder gehört dazu und jeder wird gebraucht – aber nicht jeder kann in jeder Lebensphase dasselbe tragen.
- Eine junge Ehe oder eine Familie mit kleinen Kindern braucht Raum, die eigene Familie stabil aufzubauen.
- Wer krank, erschöpft oder gebrechlich ist, darf sich tragen lassen.
- Ein Single ist für uns nicht weniger wertvoll für die Gemeinde als ein Ehepaar oder eine Familie.
- Und wer sich gerade erst für Jesus entschieden hat, darf an die Hand genommen werden, lernen und Schritt für Schritt wachsen.
Unterschiedliche Lebensphasen bedeuten für uns nicht unterschiedliche Hingabe an Jesus.
Hingabe ist in jeder Lebensphase möglich – sie kann sich praktisch nur unterschiedlich ausdrücken.
Gemeinde wird von allen getragen – und manchmal bedeutet das auch, sich tragen zu lassen.
Bibel und Geist
Für uns gehören Bibel und Geist zusammen.
Die Bibel ist unser Maßstab. An ihr wollen wir Lehre, Erfahrungen und geistliche Eindrücke prüfen.
Gleichzeitig rechnen wir mit dem gegenwärtigen Wirken des Heiligen Geistes und mit den Gaben, die er seiner Gemeinde schenkt. Manche wirken ganz selbstverständlich im Alltag, andere zeigen Gottes übernatürliches Handeln auf besondere Weise.
Dienen · Lehren · Ermutigen
Heilung · Prophetie · Sprachenrede
Unterschiedliche Gaben. Derselbe Geist. Zum Aufbau der Gemeinde.
Darum schaffen wir bewusst Raum, füreinander zu beten, auch um Heilung zu bitten, prophetische Eindrücke weiterzugeben und gemeinsam zu prüfen. Menschen sollen ihre Gaben entdecken, darin lernen und wachsen dürfen.
Dabei hilft uns besonders, dass wir uns gegenseitig gut kennen. In gewachsenen Beziehungen können wir Eindrücke besser einordnen, ehrlich Rückmeldung geben und einander korrigieren, ohne dass daraus sofort Distanz oder Verletzung entstehen muss. So entsteht ein geschützter Raum, in dem man etwas wagen, Fehler machen und gemeinsam lernen darf.
Diese Verantwortung liegt für uns nicht nur bei der Leitung, sondern bei der ganzen Gemeinde: Wir dürfen einander ermutigen, prüfen und aufbauen.
Nicht jeder hat dieselben Gaben, und keine einzelne Gabe ist ein Maßstab für geistliche Reife.
Gaben sollen dienen. Charakter soll wachsen. Jesus soll sichtbar werden.
Unsere jüdischen Wurzeln
Wir sind keine jüdische Gemeinde und wollen auch keine werden. Aber wir wissen, dass unser Glaube untrennbar mit Israel verbunden ist.
Der Gott, den wir durch Jesus kennen, ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Wir glauben, dass Gottes Erwählung Israels nicht aufgehoben ist und seine Treue zu seinem Bund bleibt. Als Menschen aus den Nationen sind wir durch Jesus aus Gnade hineingenommen – nicht an Israels Stelle.
Diese Überzeugung möchten wir nicht nur theologisch vertreten, sondern auch praktisch leben. Wir beten für das jüdische Volk. Wir organisieren und unterstützen Einsätze, bei denen wir jüdischen Menschen begegnen, ihnen in Liebe dienen und sie praktisch unterstützen.
Auch in unserem Gemeindealltag sind wir uns der jüdischen Wurzeln unseres Glaubens bewusst. In liturgischen Familiengottesdiensten rund um die großen biblischen Feste erinnern wir uns gemeinsam an Gottes Handeln mit seinem Volk und fragen, was wir daraus für unser Leben mit Jesus lernen können.
Mehr über Israel und unsere jüdischen Wurzeln →