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Israel

Israel gehört zu Gottes Geschichte.
Und damit auch zu unserer.

Wir sind keine „Israel-Gemeinde" und kein Israel-Werk. Aber wir glauben, dass eine Gemeinde, die die ganze Geschichte Gottes ernst nimmt, Israel nicht ausklammern kann.

Denn Gottes Geschichte mit seinem Volk ist nicht beendet. Und wenn wir verstehen wollen, wer Gott ist, wie er handelt und welchen Platz wir als Christen aus den Nationen in seiner Geschichte haben, führt an Israel kein Weg vorbei.

Warum Israel?

Wer Gott verstehen will, kommt an seiner Geschichte mit Israel nicht vorbei.

Gott hat Israel erwählt. Nicht, weil dieses Volk vollkommener wäre als andere Völker, sondern weil Gott sich entschieden hat, durch dieses Volk zu handeln, sich zu offenbaren und seine Treue sichtbar zu machen.

Durch Israel begegnen wir einer Geschichte von Berufung und Verheißung, von menschlichem Versagen, Gericht, Barmherzigkeit und einer Treue Gottes, die nicht von menschlicher Leistung abhängig ist.

Deshalb ist Israel für uns kein theologisches Randthema. Wenn wir verstehen, wie Gott mit Israel handelt, lernen wir etwas über Gott selbst. Und dadurch verstehen wir auch besser, wer wir als Christen aus den Nationen sind und welchen Platz wir in seiner Geschichte haben.

Betende Menschen bei Nacht vor der beleuchteten Klagemauer in Jerusalem

Israel verstehen → Gottes Treue verstehen → unseren eigenen Platz verstehen

Gottes Treue

An Israels Seite stehen heißt nicht, alles gutzuheißen.

Wenn wir von Gottes bleibender Erwählung Israels sprechen, meinen wir damit keine unkritische Zustimmung zu jeder Entscheidung einer israelischen Regierung.

Der moderne Staat Israel ist keine neutestamentliche Gemeinde. Unsere Haltung beginnt deshalb nicht bei einer politischen Partei oder Regierung, sondern bei Gott und bei der Frage:

Wie sieht Gott sein Volk?

Israels menschliches Versagen hebt Gottes Erwählung und Treue nicht auf. Gerade darin begegnet uns etwas vom Wesen Gottes: Er bleibt seinen Verheißungen treu.

Deshalb wollen wir lernen, Israel mit Gottes Augen zu sehen, für das jüdische Volk einzustehen und dem biblischen Ruf zu Trost, Gebet und praktischer Liebe zu folgen.

Dabei wollen wir Israel und sein Handeln nicht blind rechtfertigen, sondern fragen, wie Gott eine Situation beurteilt. Und wir wollen das Jüdischsein nicht so sehr betonen, dass die Einheit in Christus zu klein wird.

Christus ist der Trost Israels und die Errettung. Und die Geschichte Gottes mit seinem Volk ist nicht zu Ende.

Israel und Gemeinde

Israel und Gemeinde sind keine Konkurrenten.

Unsere Beschäftigung mit Israel führt uns nicht weg von Gemeinde. Sie gehört zu unserem Verständnis von Gemeinde.

Wir erleben immer wieder die Gefahr, Israel zu einem Spezialinteresse einzelner Christen oder einzelner Werke zu machen. Gleichzeitig kann eine starke Beschäftigung mit Israel sogar dazu führen, dass Gemeinde und Israel gegeneinander ausgespielt werden.

Für uns gehört beides zusammen. Wir glauben leidenschaftlich an die Bedeutung der Ekklesia, der Gemeinde Jesu. Und gerade als Gemeinde wollen wir Gottes bleibendes Handeln mit Israel ernst nehmen.

Israel soll deshalb bei uns kein Sonderprogramm sein, das einmal im Jahr hervorgeholt wird. Gottes Geschichte mit Israel darf ganz selbstverständlich in unserer Lehre, unseren Gottesdiensten, unseren Gebeten, unseren Beziehungen und unserem gemeinsamen Leben vorkommen.

Bei uns

Ganz normal Teil unseres Gemeindelebens.

Israel ist bei Friends of Jesus kein eigener Gemeindebereich neben allen anderen. Gottes Geschichte mit Israel begegnet uns an unterschiedlichen Stellen unseres gemeinsamen Lebens.

Lehre & Bibel

Israel und Gottes Heilsgeschichte gehören immer wieder zu Predigten, Bibelwerkstatt und gemeinsamen Gesprächen. Dabei geht es nicht darum, ständig über Israel zu sprechen, sondern die Bibel in ihrem Zusammenhang zu lesen.

Biblische Feste

Pessach, Schawuot oder Sukkot greifen wir immer wieder im Gemeindeleben auf – gemeinsam mit unseren Kindern und mit liturgischen Elementen. Wir erklären ihren biblischen Hintergrund und entdecken, was sie uns über Gottes Handeln und über Jesus zeigen.

Beziehungen

Über viele Jahre sind persönliche Freundschaften mit jüdischen und israelischen Menschen entstanden. Menschen aus Israel besuchen uns in Deutschland, wir besuchen sie – und aus einem Thema werden Namen, Gesichter und Freundschaften.

Trost & praktische Liebe

Wir möchten nicht nur über Israel sprechen. Der biblische Ruf zum Trost soll praktisch werden – durch Begegnung, Freundschaft, Gebet, Unterstützung und sichtbares Einstehen gegen Antisemitismus.

Team singt mit Instrumenten auf einer Straße in Israel
Seit 2014

Aus Überzeugung wird Begegnung.

Seit 2014 sind wir regelmäßig mit Teams in Israel unterwegs. Wir stellen unsere Instrumente auf Straßen und Plätzen auf, singen hebräische Lieder, schreiben persönliche Karten, führen Gespräche und verbringen Zeit mit Menschen.

Nicht, um etwas von ihnen zu bekommen. Sondern um zu trösten, Freundschaft zu leben und sichtbar zu sagen: Wir stehen an eurer Seite.

Über die Jahre sind daraus Beziehungen und Freundschaften entstanden, die weit über einzelne Einsätze hinausgehen. Das Projekt hat inzwischen eine eigene Website. Dort erzählen wir ausführlicher von den Einsätzen, unserer Motivation und den Menschen, denen wir begegnen.

Israel, We Stand With You entdecken ↗

Gottes Treue zu Israel erzählt uns auch etwas darüber, wer Gott ist.

Römer 11,28–29

Deshalb wollen wir hinschauen, zuhören, lernen – und dort handeln, wo Liebe praktisch werden kann.